Naturkatastrophen, die mit ihrer unerwarteten Wucht in unser vermeintlich sicheres Leben einbrechen, sind im Moment allgegenwärtig. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht Meldungen in den Medien gezeigt werden von Erdrutschen, Erdbeben oder Hurrikans. Zwei Grundfragen stellen sich heute wie vor zweihundert Jahren:
Wie geht der aufgeklärte Mensch mit dieser unkontrollierbaren, unsteuerbaren Naturgewalt um?
Was für Strategien und Lösungen sucht er, um ein Geschehen begreiflich zu machen, das in seinem Ausmass zumeist unbegreiflich ist?
Diesen Fragen nahm sich die Inszenierung an und versuchte, mögliche Antworten zu geben.
| Hatwyl | Martin Lorenz Weidmann |
| Josephine | Kerstin Schreml |
| Jette | Liliane Ecoffey |
| Gertrud | Hyun-Soo Yoo |
| Franz | Jin-Sook Go |
| Christine | Franziska Wunderlin |
| Einsiedler | Eric Bieri |
| Wunibald | Claus Gerstmann |
| Willer | Niklaus Rüegg |
| Reisender | Eric Förster |
| Orchester | Orchester «Bergsturzoper» Konzertmeister Gunars Larsens |
| Chor | Chor «Bergsturzoper» |
Martin Lorenz Weidmann studierte Gesang bei Prof. Jakob Stämpfli in Bern. Nach dem Lehrdiplom folgte ein Aufbaustudium an der Hochschule «Felix Mendelssohn-Bartholdy» in Leipzig bei Prof. Regina Werner. Danach studierte er in der Meisterklasse bei Prof. Hans-Joachim Beyer.
Martin Lorenz Weidmann war u. a. am Stadttheater Biel, an der Opéra de Fribourg, an den Landesbühnen Sachsen (Dresden-Radebeul), an der Oper Leipzig, am Opernfestival Merzig (Saarland) und an der Operettenbühne Sirnach engagiert. Sein Repertoire umfasst u. a. Osmin in «Zaide» (W. A. Mozart), Deputierter in «Don Carlo» (G. Verdi), Crespel in «Les Contes d’Hoffmann» (J. Offenbach), Oberjustizrat Hasentreffer in «Der junge Lord» (H. W. Henze), Jupiter in «Orpheus in der Unterwelt» (J. Offenbach), Fiorillo in «Il barbiere di Siviglia» (G. Rossini), Theseus in «A Midsummer Night’s Dream» (B. Britten), General Bumm in «Die Grossherzogin von Gerlostein» (J. Offenbach) und Figaro in «Le nozze di Figaro» (W. A. Mozart).
In der kommenden Spielzeit 2006/07 ist er u. a. als Gefängnisdirektor Frank (Die Fledermaus) an der Operettenbühne Sirnach sowie als Wurm in G. Verdis «Luisa Miller» am Stadttheater Biel zu sehen.
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Kerstin Schreml – Sopran (Josephine)
Kerstin Schreml wurde in der Nähe von Stuttgart geboren, wo sie im Alter von zehn Jahren ihren ersten Gesangsunterricht erhielt. Schon während ihrer Schulzeit errang sie verschiedene Auszeichnungen wie etwa einen ersten Landespreis beim Wettbewerb «Jugend musiziert». Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der «Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main» bei Prof. Jörn Dopfer und Vadim Volkov. Ihre Ausbildung ergänzte sie durch ein Privatstudium bei Prof. Dorothea Wirtz (Freiburg im Breisgau) und Meisterklassen bei Michael Schopper und Trevor Pinnock.
Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie in Hochschulproduktionen als Amore in Glucks «Orfeo», als Marie in Lortzings «Zar und Zimmermann» und als Norina in Donizettis «Don Pasquale». Seit Juli 2005 ist Kerstin Schreml Ensemblemitglied der Jungen Oper Nordrhein-Westfalen, wo sie in Produktionen von Mozarts «Bastien und Bastienne» und Webers «Abu Hassan» zu sehen ist.
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Liliane Ecoffey – Sopran (Jette)
Liliane Ecoffey hat an der Musikhochschule Winterthur bei Prof. Lena Hauser (Lehrdiplom) und in Amsterdam bei Prof. Margreet Honig studiert, bei der sie ihre Studien mit dem Solistendiplom im Bereich Oper mit Auszeichnung abschloss.
Sie ist Preisträgerin der Hedwig Rieter Stiftung und hat den Studienpreis des Migros Genossenschaftsbundes und der Ernst Göhner Stiftung gewonnen.
Auf der Opern- und Konzertbühne hat sie in ganz Europa unter anderen mit folgenden Dirigenten zusammengearbeitet: Kenneth Montgomery, Paul Mc Creesh, Nicolau de Figueredo und Jan Willem de Vriend. Sie war in folgenden Rollen zu hören: Fiordiligi, Zerlina (Mozart), Cis Woodger (Britten), Climene (Cavalli).
Im Frühjahr 2004 war sie zum ersten Mal im Concertgebouw Amsterdam engagiert. Ihr USA-Debut gab Liliane Ecoffey am Bach Festival in Carmel im Sommer 2005. Für das Niederländische Radio hat Liliane Ecoffey Kantaten von Bach und Heinichen aufgenommen.
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Hyun-Soo Yoo – Alt (Gertrud)
Hyun-Soo Yoo, geboren in Südkorea, schloss ein Bachelor- und ein Masterstudium in Musik/Gesang an der Hansei-Universität in Kunpo/Südkorea ab. Es folgte ein Diplomstudium in Gesang bei Prof. Ute Niess an der Universität der Künste in Berlin. Seit 2004 wird sie an der Musikhochschule Lübeck von Prof. Ute Niess in «Konzertgesang» unterrichtet.
Hyun-Soo Yoo errang bei zahlreichen Wettbewerben Auszeichnungen, so den Ersten Platz beim Possehl-Musikpreis 2004 in Lübeck oder den Zweiten Platz beim Internationalen Wettbewerb «Giulietta Simionato» 2005 in Asti, Italien.
Seit 1995 arbeitet Hyun-Soo Yoo bei Opern- und Konzertproduktionen sowie Liederabenden in Südkorea, Deutschland und Kanada mit, so in der Rolle der Flora (La Traviata), der Dorabella (Cosi fan tutte), als Alt-Solistin im Weihnachtsoratorium (C. Saint-Saens) und bei der Messa die Requiem (Verdi).
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Jin-Sook Go – Sopran (Franz)
Jin-Sook Go, geboren in Südkorea, schloss ihr Studium mit Gesangsdiplom an der Sung-Shin University in Seoul ab. Während der Studienzeit war sie Solistin beim Aquinus-Chor und nahm an zahlreichen Konzerten teil. So gewann sie im Jahre 1994 den Schubert-Gesangswettbewerb in Seoul und sang an der Opera-Highlight von Puccini in «Turandot» die Rolle der Liu.
Im Jahre 1995 setzte sie ihre Ausbildung an der Musikhochschule, resp. dem höheren Konservatorium in Paris fort, an welcher sie das Diplôme supérieur du chant erwarb. Anschliessend studierte sie in Frankfurt sowie an der Hochschule für Musik in München. Von 1999 bis 2001 gehörte sie dem Schweizer Opernstudio in Biel/Solothurn an, wo sie am Stadttheater Biel/Solothurn bei zahlreichen Opernproduktionen mitwirkte. Im Juli 2002 erhielt sie das Solistendiplom für das Studium bei Elisabeth Glauser an der Hochschule für Musik und Theater Bern.
Sie besuchte einige Meisterkurse, u. a. bei Daniel Ferro, Cecilia Munez Albanese, Juliette Bise, Kristina Laki sowie Montserrat Caballé.
Seit Jahren rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland.
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Franziska Wunderlin – Sopran (Christine)
Franziska Wunderlin, geboren im Dezember 1990 in Luzern, besucht an der Kantonsschule Luzern die vierte Klasse des Musik- und Sportgymnasiums.
In ihrem siebten Lebensjahr begann sie mit Stimmbildungsunterricht an der Musikschule Kriens. Später kam Blockflöten- und Violinunterricht dazu und sie trat dem Vorchor der Luzerner Kantorei bei. Heute singt sie im Kammerensemble der Luzerner Mädchenkantorei, das von Fausto Corbo geleitet wird, und sie wirkt auch im Kammerchor der Kantonsschule mit. In den letzten Jahren wurde Franziska im Sologesang von Eberhard Rex unterrichtet und jetzt neu von Brigitte Kuster, die mit ihr diese Rolle der Christine einstudiert. Franziska Wunderlin sang bereits verschiedene Solopartien, u. a. in der Jesuitenkirche Luzern den Solosopran in Mozarts Krönungsmesse.
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Erich Bieri – Bassbariton (Einsiedler)
Der Schweizer Bass Erich Bieri absolvierte sein Gesangsstudium an der Zürcher Hochschule bei Carol Smith. Später studierte er bei Prof. Fernando Bandera in Mailand und Dale Fundling in Salzburg am dortigen Mozarteum. 1991 trat er in das Opernstudio in Basel ein, das er zwei Jahre später erfolgreich mit dem Operndiplom abschloss. Engagements folgten an die Bühnen des Basler Stadttheaters, des Zürcher Opernhauses (Uraufführung H. Willi «Schlafes Bruder») sowie an weitere Schweizer Bühnen der Städte St. Gallen, Fribourg, Biel-Solothurn und der Aargauer Oper.
International erfolgreich sang er u. a. in München am Prinzregententheater in Philip Glass’ Oper «Orphée». Im Sommer 2002 konnte er sein erstes Engagement in den USA am Shaker Mountain wahrnehmen, wo er für 2003 wieder eingeladen wurde und in den Opern «Le nozze di Figaro« (Hauptpartie) und im «L’elisier d’amore» (Dulcamara) von Donizetti auftrat. 2006/07 wird er neben Offenbachs «Orpheus in der Unterwelt» in Rheinfelden wieder an der Sirnacher Operettenbühne den Gefängnisdirektor Franck in der Fledermaus und im Thurgauer Barockensemble die männliche Hauptrolle in Haydns «Welt auf dem Monde» übernehmen. Seit 2000 ist er auch Mitglied der Pocket Opera Company in Zürich.
Erich Bieri fühlt sich sowohl im «ernsten» als auch im so genannt «komischen» Fach gleichermassen zu Hause. Zudem ist er ein gefragter Konzertsänger.
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Claus Gerstmann – Bass (Wunibald)
Claus Gerstmann, geboren 1961, ist Absolvent der Staatlichen Hochschule für Musik in München und Preisträger des VDMK-Gesangwettbewerbs und des Deutschen Bühnenstipendiums. Seit 1986 freischaffender Opern- und Konzertsänger, u.a. Gastverträge mit dem Landestheater Bregenz, dem Festspielhaus Bregenz sowie der Kammeroper Berlin, sowie freier Mitarbeiter als Rundfunksprecher und Schauspieler. Ferner hat er einen Lehrauftrag für Klassische Gesangausbildung am Bischöflichen Diözesanreferat für Kirchenmusik in Regensburg und an der Musikschule Domat Ems Felsberg-Chur für Pop und Rockgesang.
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Niklaus Rüegg – Tenor (Willer)
Parallel zum Studium der Anglistik und Germanistik (Lizentiat Uni Basel) studierte Niklaus Rüegg Sologesang. Danach absolvierte er das Opernstudio der Musikhochschule Basel sowie das Internationale Opernstudio Zürich. Zwei Jahre lang war er Stipendiat des Migros-Genossenschaftsbundes.
1982 debütierte er am Theater Basel als Mengone in «Lo Speziale» (J. Haydn). Weitere Engagements führten ihn u.a. an die Theater von Biel-Solothurn, Luzern, St. Gallen, Opéra de Lausanne, Opernhaus Zürich, Staatstheater Darmstadt, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.
Sein Repertoire umfasst zahlreiche Partien in Oper und Operette (u. a. Tamino «Zauberflöte», Ferrando «Cosi fan tutte», Ernesto «Don Pasquale», Lysander «A Midsummer Night’s Dream» (B. Britten), Der Graf von Luxemburg, Eisenstein (Fledermaus). Erfolgreich ist er auch als Musicaldarsteller, etwa als Das Phantom der Oper in Basel und Hamburg oder als Professor Henry Higgins (My Fair Lady).
Sein besonderes Interesse gilt der Oratorien- und Liedliteratur vom Barock bis zur Moderne. Niklaus Rüegg ist Lehrer für Sologesang an der Musikschule Liestal sowie Dozent an der «Swiss Musical Academy» Bern (www.niklausrueegg.ch).
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Eric Förster – Tenorbariton (Reisender)
Der junge Bariton Eric Förster studierte an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Marga Schiml. Er war Mitglied des Schweizer Opernstudios und sang schon währenddessen kleinere Partien am Theater Biel Solothurn. Zusätzlich studierte er an der Hochschule der Künste Bern bei Prof. Jakob Stämpfli. Er war u. a. als Ben in Menottis «The Telephone» in Genf zu hören, gestaltete Achilla in Händels «Giulio Cesare in Egitto» und sang Papageno in Mozarts «Die Zauberflöte» mit dem Ensemble des bayerischen Staatsorchesters. Diesen Sommer gab er in Deutschland mit «My Fair Lady» sein Musicaldebut und wird Ende Oktober als Gast am Kurtheater Baden in der Zauberflöte zu hören sein. Eric Förster ist Träger des Bruno-Herrmann-Kulturpreises.
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Gunars Larsens – Konzertmeister
Gunars Larsens wurde in Liège (Belgien) geboren und wuchs in Australien auf. Er schloss sein Violinstudium an der Universität Adelaide mit Auszeichnung ab. Danach folgten weitere Studien in Europa bei Tibor Varga, Josef Suk und Franco Gulli.
Seit 1974 ist Gunars Larsens Solist und Konzertmeister der Festival Strings Luzern.
Seit Dezember 2003 ist er Konzertmeister bei der Sinfonietta Schaffhausen.
CD- und Radioaufnahmen entstanden in Europa und Japan. Konzerttournéen führten ihn durch alle fünf Kontinente. Er ist Professor an der Musikhochschule Luzern und an der Musikhochschule Lausanne.
11/12/23 - 16:30 admin






